Das Mühlviertler Handtuch

Heuer machten wir Ferien im Mühlviertel, jenem lieblichen Landstrich oberhalb der Donau, auf der Böhmischen Platte. 5 Tage in der Villa Slovak. Wir fuhren mit Auto und dazu passendem Soundtrack, „Drogen nehmen und ‚rumfahrn“. Wir wären gerne 10 Tage geblieben, allerdings gibt es heutzutage die Inflation, und alles ist doppelt so teuer wie vor 6 Jahren. Inflation soll ja angeblich eine versteckte Kriegssteuer sein, da kommt mehr Geld in die Staatskasse, damit man Puff, Peng und Zisch damit anschaffen kann. Wie es der Zufall so wollte, kam uns auch ein passendes Handtuch entgegen: in feiner Jacquard-Technik in Hasslach gewebt und im dortigen Textilmuseum ausgestellt. Hoppla, 20 Kriegserklärungen in einem einzigen Jahr! Die 21., Italien an Österreich, wurde erst 1915 erklärt. Warum man das kunstfertig in ein Handtuch webte? Umziert mit Weinblättern? Ein ewiges Memento Stupiditi? Bislang wusste ich nicht, dass Afghanistan gleichzeitig England und Russland den Krieg erklärt hatte. Ziemlich mutig.

Jedenfalls, die Webereien Hasslachs sind heutzutage nicht mehr wettbewerbsfähig, aber man kann folkloristische Kurse machen, Flachs hecheln beispielsweise.
Von der der ehemaligen industriellen Vergangenheit des Mühlviertels zeugen verschiedene Industrie-Ruinen, hier ein Kraftwerk in Neufelden, an der Großen Mühl. Dort findet man auch manch uniques Verkehrszeichen.

Ich werde versuchen, ein neues Firmenlogo für die Zufallsproduktion daraus zu machen: Vorsicht, Wortschwall.

Neben einem Schweinsgalopp durch die verschiedenen Schweinsbraten-Wirtshäuser (Vorspeise: Erdäpfel-Käs) genossen wir Zeckenbisse, Kathedralen und den Schwarzenbergschen Schwemmkanal. Finaler Höhepunkt war die Fahrt mit der Donau-Fähre zur Schlögener Schlinge, wo die Donau sich zum Mäandern entschließt.

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